RGS005 Traumabewältigung

Viele Flüchtlinge haben schwere Erlebnisse hinter sich und oft auch traumatische Erfahrungen gemacht. Das betrifft Erwachsene genauso wie Kinder, wobei die Symptome und Umgangsweisen mit traumatischen Erfahrungen sehr verschieden sein können. In dem Pilotprojekt „Step-by-Step“, das 2016 und 2017 in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Hessen durchgeführt wurde, konnten viele wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen werden, was die Aufnahme und Betreuung traumatisierter Geflohener insbesondere in den ersten Tagen und Wochen im Aufnahmeland erleichtern kann. Dazu zählen: Eine stabile, verlässliche Alltagsstruktur etablieren, durch zwischenmenschliche Begegnungen eine neue Grundlage für Vertrauen schaffen und den Menschen vermitteln, dass Aktivität und Engagement für den eigenen Lebensweg besser ist als sich ohnmächtig und passiv den vergangenen Erlebnissen hinzugeben.

Recherche & Produktion: Leonie Seng
Musik: Im Beitrag: “daemons”, CC-BY 4.0 Kai Engel; Jingle: CC-BY-NC Kai Engel
Jingle-Sprecher: Jonathan Hadem
Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

RGS004 Musik verbindet

Musik funktioniert auch ohne Worte. Seit Herbst 2015 spielen in dem Frankfurter Projekt Bridges Geflüchtete, Migranten, Deutsche, Profi- und Hobbymusiker miteinander neue und alte, fremde und bekannte Musik. Eigentlich hatte es nur ein Konzert geben sollen. Doch schon gegen Ende der Probenzeit im Frühjahr 2016, bei der wir die Musiker besuchen, ist klar: Schluss ist noch lange nicht. „So lange ihr wollt! Sehr gut!“ Aus dem Projekt haben sich acht feste interkulturelle Ensembles gebildet, die im Rhein-Main-Gebiet noch bei vielen Gelegenheiten zu hören sein werden.

Recherche & Produktion: Anneke Meyer
Musik: Im Beitrag: Tell me more von Rainer Michel; Jingle: CC-BY-NC Kai Engel
Jingle-Sprecher: Jonathan Hadem
Foto: Isabel Schaad

RGS003 Begegnungsprojekt Oper

Gemeinsam Kultur genießen. Das ist auch eine Form von Integration – und die Idee hinter dem Projekt Begegnungsraum Oper, das im Juni 2016 angelaufen ist. Opernbesucher können für den halben Preis ihrer eigenen Eintrittskarte eine weitere Karte ergattern und jeweils eine geflüchtete Person einladen, mit ihr eine Opernaufführung zu besuchen. Die Teilnehmenden treffen sich eine Stunde vor Aufführungsbeginn, um sich kennenlernen und austauschen zu können – sei es über die musikalischen Vorlieben und Traditionen der verschiedenen Länder oder über ganz andere Themen wie zum Beispiel das Ankommen und Leben in Deutschland.

Zur Zeit ist Sommerpause, in der Wintersaison soll das Projekt, das vom Caritas-Verband Stuttgart und der “Deutsche Bank Stiftung” gefördert wird, fortgeführt werden.

Recherche: Leonie Seng
Produktion: Leonie Seng mit Karl Urban
Musik: CC-BY-NC Kai Engel
Jingle-Sprecher: Jonathan Hadem
FotoCC-BY-SA 3.0 Steff99 / Wikimedia Commons

RGS002 Mit Kunst ankommen: Labyrinth

Wer nach Deutschland kommt, muss sich mit Sprache und Kultur beschäftigen. Das gehört zur Integration. Das Projekt Labyrinth Stuttgart verfolgt diesen Gedanken etwas kreativer: Jugendliche Geflüchtete probieren sich über ein bis zwei Jahre in verschiedenen Kunstgattungen. Am Ende stehen öffentliche Aufführungen und ein Straßenkunstfestival. Dabei lernen sie viel mehr als nur deutsche Kultur kennen. Sie lernen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten, die sie vor und während ihrer Flucht gemacht haben.

Für Stuttgarter: Das Straßenkunstfestival von Labyrinth Continuum (dem zweiten Jahrgang des Projekts, gemeinsam aufgeführt von Flüchtlingen und Stuttgarter Schülern) fand am 30. Juli 2016 von 14 bis 22 Uhr in der Stuttgarter Moserstraße statt.

Recherche und Produktion: Leonie Seng und Karl Urban
Musik: CC-BY-NC Kai Engel
Jingle-Sprecherin: Sylvia Rhode
Foto: Florian Lill (Werkstattbühne im Renintenztheater Stuttgart, Februar 2016)

RGS001 Helfen beim Technischen Hilfswerk

Wer beim Technischen Hilfswerk mitmacht, tut das meist freiwillig. Denn fast alle der über 80.000 Aktiven beim THW arbeiten ehrenamtlich. Für eine große staatliche Zivil- und Katastrophenschutz-Organisation ist das etwas Besonderes. Und es bietet eine Chance für Geflüchtete: Sie können sich beim THW engagieren, auch wenn sie vielleicht noch gar nicht in Deutschland arbeiten dürfen. Zwar nicht für Geld, aber um die hiesige Sprache und Kultur kennenzulernen.

Bei der Bundesschule des Technischen Hilfswerk in Neuhausen auf den Fildern haben wir uns an einem sonnigen Dezembertag umgesehen, wo einige Geflüchtete in die Arbeit beim THW eingeführt wurden. Wir haben gelauscht, wie miteinander gesprochen wird. Und wir haben selbst gesprochen: mit Organisatoren, erfahrenen THW-Ausbildern und den Geflüchteten.

Recherche und Produktion: Leonie Seng und Karl Urban
Musik: CC-BY-NC Kai Engel
Jingle-Sprecher: Jonathan Hadem
Foto: Leonie Seng

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